Die toten Hasen

Die toten Hasen

ENGLISH BLOGPOST BELOW. ALSO AVAILABLE AS VIDEO.
Diesen Post gibt's auch als Video.

Zunächst eine Vorgeschichte:
Einige meiner Experimente fallen immer wieder der Neugierde der Nachbarn zum Opfer. Vor einer Weile versuchte ich im Vorgarten eine Hügelkultur, die Mutter aller Permakultur Methoden, zu installieren. Wie das geht und was das ist, kann man hier lesen.  Ich setzte kleine Gemüsepflänzchen in das Hügelbeet. Zwei Tage später kam ich von der Arbeit nach Hause und sah, dass alle Pflanzen herausgerissen wurden! Die Äste und Zweige waren ausgebuddelt und stattdessen hatte jemand Sand darüber gekippt. Was in aller Welt!!! Und vor allem: wieso Sand?!


Wie dem auch sei, ich hatte eine neue Idee und zwar diese Hühner-Futterstelle. Seitdem wir Hühner haben, wollte ich die von Paul Wheaton beschriebene Methode unbedingt einmal ausprobieren.

via http://www.permies.com Brian Kerkvliet of Inspiration Farm in Bellingham Washington shows off an amazing technique of converting funky meat into fresh maggots for chickens. A bucket on a tripod with some dry hay/grass/straw. There are holes in the bucket to let the flies in and the maggots out.

Also preparierte ich schon einmal einen Eimer mit Löchern, legte Stroh und ein paar Scheiben Wurst hinein, um Fliegen anzulocken. Das ganze hängte ich dann in den Hühnerstall, in der Hoffnung, dass Fliegen ihre Eier an der Wurst ablegen würden und nach einer Weile Maden durch die Löcher des Eimers fallen und meine Hühner füttern würden.

Aber wen wundert es schon: ein paar Tage später fand ich den Eimer leer neben den Mülltonnen. Später kam mein Vermieter auf mich zu und konfrontierte mich:

"Meine Tochter sagt, dass du versuchst, Schmeißfliegen zu züchten!?"

Frustriert antwortete ich: "Nein, nicht mehr. Denn das, WAS ich da probieren wollte -  eine Fliegenfalle und keineswegs eine Zucht - wurde von deiner Tochter schon beseitigt. Kein Grund zur Sorge also!"

Das war erst mal das Ende der Geschichte. Ich beschloss allerdings, den Eimer ein bisschen im Hühnerstall hängen zu lassen, damit die Leute sich einfach daran gewöhnen und aufhören würden herumzuschnüffeln. Auch meine Frau mit ihrem Geruchsfimmel, durfte von der Sache auf gar keinen Fall Wind bekommen. 

So liefen einige Wochen ins Land, bis ich einmal über den Parkplatz Arbeit lief und mir am Wegrand ein toter Hase ins Auge fiel! Das war die Gelegenheit! Schnell verstaute ich die Hasenleiche in eine Plastiktüte und schleppte sie des restlichen Arbeitstag mit mir rum. Zuhause angekommen schnappte ich mir unauffällig den Eimer, gab Stroh hinein, legte das tote Tier darauf und hing alles wieder in den Hühnerstall. Am nächsten Tag war ich alleine zu Hause. Mit fielen noch keine Veränderungen auf. Ich gab etwas mehr Stroh in den Eimer und ließ den Deckel für einige Stunden geöffnet.

Nach zwei Tagen begann das ganze natürlich etwas zu riechen. Aber zu meiner Überraschung war es nur ein ganz leichter Hauch und auch nur wenn es stark windig war. Ich wollte gerade wieder Stroh in den Eimer legen, als mein Vermieter mich wieder einmal ansprach:

"Halte mal deine Augen offen, im Vorgarten muss
irgendein totes Viech rumliegen."

Ich tat so, als wüsste ich nicht, wovon er redet. Ich fragte ihn, ob tote Tiere wohl eine Gefahr für meine Hühner darstellen könnten. "Nöö, glaub' nicht. Was auch immer da gestorben ist wird ja wahrscheinlich von Würmern erledigt."

Trotzdem dachte ich mir: Erwischt! Experiment fehlgeschlagen. Riecht zu stark und zieht ungewollte Aufmerksamkeit der Nachbarn auf sich.

Das kann ich hier in der Stadt einfach nicht machen.

Niedergeschlagen ging ich am nächsten Tag in den Garten. Ich wollte den Eimer ausleeren und alles vergessen. Komisch. Wenn ich mich daran erinnere, wie schwer der tote Hase war, kam mir der Eimer überraschend leicht vor. Ich löste den Deckel und… kein Hase!

Panik! Wer hatte den Hasen gefunden? Das konnte nur Ärger mit meiner Frau oder dem Vermieter bedeuten! Ich ging ins Haus und fragte ich meine Frau beiläufig: "Hast du irgendetwas mit dem Eimer im Hühnerstall gemacht?" - "Nein, keine Ahnung, was ist denn damit?" - "Ach, nichts."

Ich begab mich wieder in den Stall. Und jetzt fiel es mir sofort ins Auge: direkt an der Stelle, über der der Eimer gehangen war, war ein tiefer Krater zu sehen!

Das konnte nur eines bedeuten: An genau dieser Stelle hatten meine Hühner etwas entdeckt und Grund zum Scharren gehabt! Und, dass der Hase nicht entfernt, sondern nur von Larven verspeist wurde!

Ich kippte den Eimer um und sah hunderte kleine Maden auf den Boden fallen! Mein Experimet hatte also doch funktioniert! Ein riesen Erfolg für mich persönlich und meine Hühner hatten an diesem Tag das größte Festessen ihres Lebens!

 


CORPSE CHICKEN FEEDER
So a bit of backstory: Many of the things that I try to experiment with end up getting tampered with or destroyed by my landlord's daughters. Maybe they are just curious, I don't know. For example, once I tried to install something like a Hugelkultur bed in my small front yard. Instead of building upward, I dug a small trench and buried wood inside. Within a day or so of finishing the bed and planting seeds, I come home one day, and the entire area has been removed and paved over with sand, for no apparent reason.

Well anyway, I wanted to try this chicken feeder technique ever since I first saw this video, and especially since I got my first chickens in April of this year, I had it in the back of my mind to try it. So I built the bucket, threw in some straw and added some small amount of meat to attract flies. Sure enough, within a week, somebody had dumped it out. I tried to explain what I was trying to do, but shortly after, the landlord confronted me saying, "My daughter told me you're trying
to raise FLIES?!" and I said, "No, I'm not currently. I WAS trying something, but it was actually a fly trap, to REDUCE the fly population. Anyway, someone threw it out, so you've got nothing to get
upset about." So that was the end of it. However, I left the bucket hanging so the novelty of it would wear off and people would stop investigating. This was probably in July, maybe August.

More recently, I was walking across the parking lot of one of my corporate clients, and I just happened across a dead rabbit. I had this strange moment where I just KNEW I had to take it with me. So I bagged it up, ended up having to carry it with me to a couple different meetings, and when I came home, I stealthily put it in the bucket and put the lid back on.

After a few days, I didn't notice any changes, but I covered it with a bit of straw and left the lid off for a few hours while I was home alone, then I put the lid back on and left it alone.

A couple days later, there was a faint whiff of something foul, not too incredibly strong, but noticeable depending on where you were standing and which direction the wind was blowing. I'd give it a repulsion factor of 2. I thought I probably just needed more straw. 

However, before I could add any, my landlord came again and said, "I think something died in the front yard." I didn't let on that I knew what it was, but I asked him if he thought that whatever it was would
attract predators that might harm the chickens, and he said he didn't know but that probably it would be taken care of by maggots.

So, I walked away thinking, "Busted. Experiment failed. Smell is too strong, and attracts unwanted attention from the neighbors." And I started making plans to dump the bucket into the compost heap and forget it.

The next day, I went out to do just that, and there was no smell at all. Then I grabbed the bucket and it was incredibly light, not nearly as heavy as the rabbit had been. I took off the lid, and….no rabbit.

Panic. Who found the rabbit, and when is the shoe going to drop? I casually asked my wife, "Did you do anything with the bucket in with the chickens?" "No, I have no idea."

So I went back to the bucket and then I noticed it: a huge crater scratched up directly underneath the bucket. I figured out that the rabbit hadn't been taken out, just transformed. I got a box, dumped the bucket inside, and my chickens ate happily ever after.

 

 

Nachhaltig konsumieren: Ein Interview mit Dominique van de Pol

Nachhaltig konsumieren: Ein Interview mit Dominique van de Pol

Stadtfarm Interior Inspiration: Pflanzentheken

Stadtfarm Interior Inspiration: Pflanzentheken

0