#vanlife vs. #tinyhouse

#vanlife vs. #tinyhouse

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Ewig nicht gebloggt. Ich erzähle einfach mal frei Schnautze, was in den letzten Monaten los war.
Jap. Wir tun es wirklich. Ein Gewächshaus, ein Pavillon und ein Wohnmobil später, haben wir beschlossen ein "THOW" - Tiny House On Wheels - zu bauen. Kurz nach dem Erwerb unseres Farmgrundstücks am Feldrand von Heidelberg, riefen wir zunächst beim Bauamt an, um uns zu informieren, was man denn alles dürfe. Denn obwohl fast jeder Garten da draußen mehrere Hütten aufgestellt hat, gibt es Landesvorschriften, die die Gebäudegrößen definieren.

Gewächshäuser beispielsweise haben nur eine Begrenzung in der Höhe (max. 5m), nicht aber in der Länge, deshalb gibt es ja überall diese 100m langen Erdbeertunnel.
Gewöhnliche Gartenhäuser sollen in Baden-Württemberg das Volumen von 20 Kubikmeter nicht überschreiten. Ich fragte die Dame vom Bauamt: können wir im Garten ein Wohnmobil, Tiny House oder Zelt aufstellen? Sie meinte, solange das Gestell beweglich sei, und das Grundstück uns gehöre, können wir da hinstellen, was wir wollen. 
Aber wir können keinen Wohnsitz anmelden. Haben wir auch nicht vor. Uns geht es in erster Linie darum, eine gemütliche Bleibe für Regenwetter oder fürs Wochenende zu haben, die wir unter Umständen auch mit Besuch oder Freunden teilen können. 

Außerdem: unser Sohn hat einen Rollstuhl. Eine mickrige Gartenhütte mit einer Grundfläche von 6-8 Quadratmetern wäre sinnloser Quatsch. Dann meinte die Beamtin am Bauamt weiter, dass über die Größe des Gartenhauses letztendlich das Umweltamt entscheiden müsse. 
Ich rief also beim Heidelberger Umweltamt an. Eine nette Dame erklärte, sie wüsste jetzt auch nicht so recht, da könnte man sicher eine Ausnahme zur Barrierefreiheit machen. Ich solle unsere ganzen Vorhaben doch einmal schriftlich einreichen und sie würden sich dann zurückmelden. Nach einigen Wochen hatte ich immer noch keine Antwort und rief erneut im Umweltamt an. Dann hieß es, dass sich das alles gut anhört, aber das Umweltamt Heidelberg letztendlich nicht genehmigungsbefugt seien: das Landwirtschaftliche Amt in Sinsheim wäre verantwortlich!

Also kontaktierte ich das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz in Sinsheim. Die Sachbearbeiter dort reichten das Telefon herum, keiner verstand, weshalb nun eine Hobbygärtnerin aus Heidelberg zu ihnen geschickt worden sei. Ich soll halt mal machen, man würde den Chef vom Amt noch mal fragen und sich dann noch einmal zurückmelden.

Das ist nie passiert. Mehrmals habe ich versucht, Kontakt herzustellen, aber weitergekommen bin ich nicht. Dies erst einmal zum Rechtlichen. Ich werde mich weiterhin darum kümmern, dass alles ordentlich geregelt wird, aber ich möchte nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen. Im Prinzip steht auf fast jedem Grundstück im Feld eine oder mehrere Hütten, Wohnwägen, Bauwagen, Wohnmobile. Ich denke, solange das weiterhin mobil bleibt und nicht in Wagenburgen ausartet, wird das von der Stadt einfach geduldet.

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Im Mai dieses Jahres haben wir dann also an einem Wochenende einen 7m langen, Oldtimer Womo (Fiat 1979) sowie eine Tiny House Plattform gekauft. Zunächst gab es Diskussionen, welches der beiden Vehikel Priorität habe. Der Stadtfarmer wollte unbedingt das Wohnmobil, da er davon träumte, es nett zu machen und sofort auf AirBNB zu listen. 
Ich verfolge schon seit 2013 die TH Bewegung in den USA und war vor allem von der Multifunktionalität der Inneneinrichtung sowie der coolen Designs fasziniert.

Keiner wollte sich von der eigenen Idee abbringen lassen. Und ich hatte einen absoluten Superdeal auf Ebay gefunden: die Plattform habe ich für sagenhafte 500,-€ erwerben können, Transportkosten 200,-€! Somit kauften wir kurzerhand beide Modelle - TH Plattform und Wohnmobil.

Die Renovierung des Womos hat mittlerweile aber sehr frustrierende 6 Monate gedauert und wird auch noch einige weitere Monate in Anspruch nehmen. Zwischendurch wollte ich die TH Plattform schon verkaufen. Doch irgendwie ließ mich die Idee des Tiny Houses nicht los und nachdem ein lieber Freund, der sich gerade als Hausmeister selbstständig macht, seine Hilfe anbot, war klar! Jetzt oder nie!

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Am kommenden Samstag also wollen wir zu einer Gartenbaugrillparty einladen und hoffentlich die Unterkonstruktion bauen.

Den Fortschritt und das Design des THOW werde ich in den nächsten Wochen online stellen. Bis dahin freuen wir uns über jeden Support! Am liebsten in tatkräftiger Hilfe.

DIY: Kranz aus Eukalyptus & Draht

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Junggesellinnenabschied im Gewächshaus

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